»Ein Aufstieg hat keinen Sinn«

Sennelagers Reserve bleibt ungeschlagen, hat aber kein Interesse am Sprung in die Regionalliga.

Ersatzgeschwächte Salzkottenerinnen verlieren beim Schlusslicht in Münster
mit 7:2

Philipp Scholz bleibt mit dem TuS Sennelager II  in der Westfalenliga ungeschlagen und hat den anvisierten Nicht-Abstieg des Vorjahresaufsteigers bereits zwei Spieltage vor dem Saisonschluss gesichert. Vom Aufstieg will die Erstligareserve aber nichts wissen.

Philipp Scholz bleibt mit dem TuS Sennelager II in der Westfalenliga ungeschlagen und hat den anvisierten Nicht-Abstieg des Vorjahresaufsteigers bereits zwei Spieltage vor dem Saisonschluss gesichert. Vom Aufstieg will die Erstligareserve aber nichts wissen.

Paderborn (AK). Sieg und Niederlage – die beiden Top-Teams aus dem Kreis Paderborn in den Ligen des Westfälischen Tennisverbandes haben am Sonntag mit unterschiedlichem Erfolg auf dem roten Grand agiert. Während die Verbandsliga-Damen des TC Rot-Weiß Salzkotten bei Tabellenschlusslicht TC Union Münster III (1:3 Punkte) überraschend mit 2:7 (2:4) verloren, gewannen die Westfalenliga-Herren des TuS Sennelager II (4:0 Punkte) auf eigener Platzanlage mit 6:3 (4:2) gegen den 1. TC Hiltrup (2:2 Punkte).

Für die Sälzerinnen war es ein Spieltag zum Vergessen. Lediglich Justyna Pajak und Anna Finke gewannen ihre Einzel. Und da der TC Rot-Weiß aufgrund kurzfristiger krankheitsbedingter Ausfälle lediglich mit fünf Spielerinnen nach Münster reisen konnte, stand die Niederlage damit bereits fest. Salzkotten verzichtete auf die beiden restlichen Doppel. »Kein schöner Tag für uns«, gestand Ellena Volmer ein. Die Mannschafsführerin durfte dennoch tröstlich sein: Weil der TC Kamen-Methler (3:1 Punkte) beim TC Kaunitz (3:1 Punkte) mit 7:2 gewann, kann Salzkotten definitiv nicht mehr in die Ostwestfalen-Liga absteigen.

Eine Saison wie aus einem Guss spielt bisher der TuS Sennelager II. Der Neuling in der Herren-Westfalenliga gewann auch seine vierte von sechs Partien. Die Matchgewinne gelangen David Pichler (6:1, 3:6, 6:1), Vladimir Ivanov (6:3, 4:6, 7:6), Philipp Scholz (6:1, 6:4), Luis-Diego Chavez-Villalpando (7:6, 7:5), Ivanov/Scholz (6:2, 6:7, 14:12) und Pichler/Chavez-Villalpando (6:3, 3:6, 10:7). »Das war aber super knapp«, freute sich Teammanager Marc Renner nach dem letzten Matchball nicht nur über den etwas glücklichen Erfolg. »Wir haben unser Ziel Ligaverbleib endgültig erreicht«, stellte Renner klar. Beim Blick auf die aktuelle Tabelle – Sennelager rangiert ohne Verlustpunkt mit dem TSC Hansa Dortmund an der Spitze – nahm Renner auch zum weiteren Verlauf Stellung: »Die Westfalenliga ist als Unterbau der Erstligamannschaft die genau richtige Spielklasse.« Dennoch werde die TuS-Reserve die beiden noch ausstehenden Begegnungen nicht abschenken. »Sollte am Ende Platz eins herausspringen, müssen wir uns Gedanken machen und notfalls auf den Aufstieg verzichten: Stand jetzt hat ein Aufstieg in die Regionalliga für uns allerdings überhaupt keinen Sinn.«

In der OWL-Liga gewannen die Damen des TC Grün-Weiß Paderborn (3:2 Punkte) mit 7:2 beim TC Kaunitz II (0:5). Erfolgreich waren Carmen Peters, Vanessa Ott, Marlene Friemuth, Franziska Heinemann, Sophia Gockeln/Carolyn Meyer, Peters/Rebecca Menze und Friemuth/Heinemann. Die Herren des TC Grün-Weiß Paderborn (4:1 Punkte) siegten beim TV Erwitte (1:3 Punkte) mit 6:3 (4:2). Die sechs Punkte erspielten Fabian Frank, Octavio Leon, Henrik Rodenbüsch, Sebastian Emmerich, Frank/Florian Kellmereit und Rodenbüsch/Emmerich.

Am Pfingstwochenende legt die Wettspielrunde der Tennis-Mannschaften eine Pause ein. Weiter geht es am 15. und 16. Juni.