Ein untragbarer Zustand

Tennishallen bleiben geschlossen. WTV appelliert an die Politik. Auswirkungen auf die Sommerspielzeit zeichnen sich derzeit nicht ab

Paderborn  (AK)  Mit dem Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder, den Corona-Lockdown zunächst bis zum 7. März zu verlängern, ist klar: Die Vereine in NRW dürfen ihre Tennishallen weiterhin nicht öffnen. Ein Umstand, der den Westfälischen Tennisverband (WTV) zu einem öffentlichen Appell an die Politik aufruft. WTV-Präsident Robert Hampe spricht in der Stellungnahme von einem „mittlerweile untragbaren Zustand“, dass „seit nunmehr fast dreieinhalb Monaten in den Tennishallen Nordrhein-Westfalens kein Ball mehr geschlagen“ wurde. Er sei das „ständige Vertrösten“ durch die Politik leid. Dass es möglich sei, Tennis corona-konform zu spielen, hätten die Vereine im Sommer 2020 gezeigt. Außerdem sei diesen Winter in den Nachbarbundesländern Niedersachsen und Hessen „erfolgreich und ohne große Zwischenfälle in der Halle Tennis gespielt worden“. Unterstützung erhält Hampe durch den neuen Präsidenten des Deutschen Tennisbundes. „Von einem normalen Einzelspielbetrieb im Tennis geht keine Gefahr aus“, stellt Dietloff von Arnim klar.

In Bezug auf die Hallen-Mannschaftswettspielzeit dieses Winters ändert die Lockdown-Verlängerung nichts: Bereits kurz nach dessen Beginn hatte der WTV eine Saison ohne Auf- und Abstieg sowie ohne Nachholtermine ausgerufen. Sobald die Hallen wieder öffnen, können die Mannschaften die restlichen im Spielplan angesetzten Begegnungen austragen.

Auswirkungen auf die anstehende Sommerspielzeit zeichnen sich derzeit nicht ab. Sämtliche Meldefristen bleiben bestehen. Wir halten auch am Starttermin 8. Mai fest“, sagt der WTV-Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit, Elmar Schlüter, „falls Corona es erfordert, würden wir aber auch über einen verspäteten Start nachdenken.“ 2020 hatten die Mannschaftswettspiele erst im Juni begonnen und waren vom WTV zu einer Übergangsspielzeit (ebenfalls Aufstieg und Abstieg) umgewidmet worden. Schlüter rät den Vereinen, sich darauf zu konzentrieren, dass die Platzanlagen dieses Mal nach Möglichkeit früher als üblich für den Freiluftspielbetrieb zur Verfügung stehen.