Erster Auftritt, erster Sieg

Tennis: Neu gegründetes Damenteam des TuS Sennelager gewinnt am ersten Spieltag der Verbandsliga-Saison mit 6:3 beim FC Kaunitz und verteilt zweimal die Höchststrafe. Sennelagers Herren schießen einen kapitalen Bock

Höchststrafe verteilt:  Sonja Zhiyenbayeva feierte mit den Damen des TuS Sennelager durch ein 6:3 beim TC Kaunitz eine gelungene Wettspielpremiere in der Tennis-Verbandsliga.
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HÖCHSTSTRAFE VERTEILT: SONJA ZHIYENBAYEVA FEIERTE MIT DEN DAMEN DES TUS SENNELAGER DURCH EIN 6:3 BEIM TC KAUNITZ EINE GELUNGENE WETTSPIELPREMIERE IN DER TENNIS-VERBANDSLIGA.
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Paderborn (AK). Erster Allzeit-Auftritt in der Mannschaftswettspielrunde, erster Sieg: Die Verbandsliga-Tennisdamen des TuS Sennelager gewannen am Sonntag zum Saisonauftakt beim TC Kaunitz 6:3 (5:1). In der Ostwestfalen-Liga verloren die Herren 3 des TuS Sennelager 2:7 (2:4) gegen den TC BW Halle II und leisteten sich dabei einen kapitalen Bock. Die Heimbegegnung des TC Grün-Weiß Paderborn gegen den FC Stukenbrock musste nach den Einzeln beim Stand von 4:2 für Paderborn abgebrochen werden.

„Das war ein toller Einstand, mit einem 5:1 nach den Einzeln hatten wir nicht gerechnet“, sagte Carolin Daniels als Trainerin der TuS-Damen nach der Begegnung, „unsere Mädels sind teilweise erst 13, 14 Jahre alt und haben ihre Sache richtig gut gemacht.“ Die aus Delbrück stammende Ex-Jugendkreismeisterin Estella Jäger (Deutsche Rangliste Platz DTB- 206) verteile im Spitzeneinzel gegen Melanie Großeastroth (DTB-331) ebenso die Höchststrafe wie die 13 Jahre junge Sonja Zhiyenbayeva (beide 6:0, 6:0) an Position vier. Die weiteren Matchgewinne des TuS durch Melliz Petkova-Mustafa (6:1, 7:5) in Einzel drei, Jule Braig (6:2, 6:2) an Position fünf sowie Pola Piaskowska an Sechs (6:3, 4:6, 6:4) entschieden den Vergleich vorzeitig. In den Doppeln rotierte Daniels und sorgte dafür, dass bei der Wettspielpremiere der TuS-Damen alle zehn mitgereisten Akteurinnen auf dem Platz standen. Den sechsten Punkt der Gäste erkämpfte schließlich das Duo Kim Venghaus/Savannah Bijlsma (2:6, 6:4, 10:7).

In der Ostwestfalen-Liga hielt Vorjahresaufsteiger Sennelager 3 bei seinem ersten Saisonauftritt gegen den favorisierten Tabellenführer TC BW Halle 2 (2:0 Punkte) gut mit, bis der Regen kam und die Plätze in kürzester Zeit unbespielbar machte. Grund für das abrupte Ende der Begegnung war aber ein anderer: Wenige Augenblicke vor den ersten Tropfen bemerkte das Team-Umfeld, dass dem gastgebenden TuS beim Aufstellen der Doppel ein Fehler unterlaufen war: Doppel eins hätte Doppel zwei sein müssen und umgekehrt. Nach der Info stoppten die Spieler etwas ungläubig die Matches und suchten Nässeschutz unter dem Clubhausvordach. „So etwas ist uns noch nie passiert“, rang TuS-Mannschaftsführer Stefan Sturm nach Worten, den Fauxpas zu beschreiben, „das war überflüssig und dumm.“ Dabei habe sich sein Team gegen den Aufstiegskandidaten in den Einzeln (2:4, glatte Zweisatzsiege durch Carlos Ramirez Utermann und Fabian Mangel) „ganz gut geschlagen“. Ratlos über den weiteren Fortgang waren auch die Gäste; nach Telefonaten war aber klar: Die Wertung der Einzel bleibt bestehen, die fehlerhaften und die darunter notierten Doppel gehen an Halle II. Eine über das 2:7 hinausgehende Bestrafung hat Sennelager laut dem Spielleiter der Ostwestfalen-Liga, Maik Kohl, nicht zu befürchten.

Gruppenkontrahent TC GW Paderborn machte sich vor dem einsetzenden Regen vielversprechend auf den Weg in Richtung des ersten Saison-Erfolges. Nach der 3:6-Niederlage am Donnerstag bei Halle II spielten Mannschaftsführer Henrik Rodenbüsch und seine Mitstreiter gegen den Gast aus Stukenbrock (1:0 Punkte) ein 4:2 heraus. Die Matchgewinne gelangen Rodenbüsch (7:5, 6:3), Octavio Leon (6:0, 6:2), Routinier Daniel Topp (6:0, 6:0) und Sebastian Emmerich (6:1, 6:0). Die Entscheidung fällt in den Doppeln am Samstag, 20. Juni, von 14 Uhr an.