Freiluftspielbetrieb?

Verschiedene Szenarien liegen ausgearbeitet in der Schublade

Westfälischer Tennisverband hält sich bis zum 30. April bedeckt. Vereine hoffen auf die baldige Aufnahme des Freiluftspielbetriebes. Plätze sind seit Anfang April in bespielbarem Zustand. Trainern und Übungsleitern brechen die Einnahmen weg

Noch sind die Tennisplätze des TC Grün-Weiß Paderborn vor dem Hintergrund der Corona-Krise gesperrt. Ein zeitnaher Start in die Freiluftspielzeit unter Auflagen ist jedoch  absehbar. In einzelnen Bundesländern ist das Spielen auf Sandplätzen unter Auflagen erlaubt.
 Foto: Agentur Klick

Noch sind die Tennisplätze des TC Grün-Weiß Paderborn vor dem Hintergrund der Corona-Krise gesperrt. Ein zeitnaher Start in die Freiluftspielzeit unter Auflagen ist jedoch absehbar. In einzelnen Bundesländern ist das Spielen auf Sandplätzen unter Auflagen erlaubt. Foto: Agentur Klick

Paderborn (AK). „Spielbetrieb bis aus Weiteres eingestellt.“ Diese Hinweise finden sich derzeit an vielen – verschlossenen – Eingängen der Tennisanlagen. Dennoch dürfen die Tennisspieler im Kreis Paderborn trotz des fortdauernden Corona-Lockdowns auf die baldige Aufnahme Freiluftspielbetriebes hoffen.

Bereits seit Montag, 20. April, ist in einzelnen Bundesländern das Spielen auf Sandplätzen unter Auflagen erlaubt. Weitere Bundesländer werden in Kürze diesem Beispiel folgen. In einem offenen Schreiben hatte der Deutsche Tennisbund (DTB) am Sonntag die Entscheider in Politik und Verwaltung aufgefordert, über die schrittweise Wiederaufnahme des Tennisbetriebs nachzudenken. Darin heißt es, Tennis könne als Individualsport im Freien ausgeübt werden, eine Kontamination durch das Spielgerät sei nicht möglich, Körperkontakt nicht Teil der Sportart. Die weiterhin notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen könnten umgesetzt werden. Das Einhalten gesetzlicher Verordnungen würde vom DTB durch zusätzliche Regelungen inklusive eines zu benennenden Corona-Beauftragten in jedem Verein sichergestellt.

Die Vorsitzenden der Paderborner Großvereine, Marc Biermann vom Paderborner TC Blau-Rot und Herbert Pfau vom TC Grün-Weiß Paderborn, begrüßen den Vorstoß des DTB unisono. Die Frühjahrsinstandsetzungen der Platzanlagen haben die Clubs längst abgeschlossen. An der Hermann-Kirchhoff-Straße sind die BR-Courts seit dem 1. April bespielbar, aber aufgrund behördlicher Corona-Verfügung gesperrt. Blau-Rot hat finanzielle Einbußen durch beispielsweise die Schließung der Clubhaus-Gastronomie, ausgesetzten Trainingsbetrieb und Verluste bei Werbe-Einnahmen. Deshalb hat der Verein über das Förderportal des Landesssportbundes Mittel aus dem am 9. April aufgelegten Soforthilfeprogramm des Landes NRW für Sportvereine beantragt. „Bis jetzt geht das zwar alles noch“, sagt Blau-Rot-Vorsitzender Marc Biermann zu den Folgen der Corona-Pandemie, „aber es wäre sehr wichtig, wenn wir schnellstmöglich mit dem Freiluftspielbetrieb anfangen könnten.“

Der TC Grün-Weiß Paderborn hat seine Plätze Mitte März instand setzen lassen und ebenfalls seit Anfang April in bespielbarem Zustand. Auch der TC Grün-Weiß sieht sich mit finanziellen Verlusten etwa durch entgangene Trainingsbeiträge oder Schließung der Clubhaus-Gastronomie bei zugleich weiterlaufenden Kosten für beispielsweise Wasser, Versicherungen oder auch Abgaben an Verbände konfrontiert. „Problematisch ist die Situation gerade auch für unsere Trainer und Übungsleiter, denen die Einnahmen wegbrechen“, sagt Pfau, „außerdem erschweren uns die Unsicherheiten hinsichtlich des Mannschafts- und Turnierspielbetriebs alle weiteren Planungen. An der Stelle würden uns rasche Entscheidungen des Westfälischen Tennisbundes sehr weiterhelfen.“ Zum Thema Mannschafts- und Turnierspielbetrieb hat der Westfälische Tennisverband laut Präsident Robert Hampe bereits „verschiedene Szenarien ausgearbeitet in der Schublade liegen. Wir möchten die Entscheidungen aber bis zum 30. April offenhalten, um zu sehen, was bis dahin an Vorgaben von der Landesregierung kommt.“