Start auf freiwilliger Basis

„Übergangssaison“ soll am 8. Juni beginnen – mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger. TuS Sennelager sagt Mitwirken seiner 2. Mannschaft in der Westfalenliga ab

Der Westfälische Tennisverband spielt vom 8. Juni an in seinen Ligen auf freiwilliger Basis eine Übergangssaison mit Aufstieg, dafür aber ohne Abstieg. Der  TuS Sennelager hat  angekündigt, seine Zweitvertretung (hier Vladimir Ivanov)  in der Westfalenliga nicht antreten zu lassen. 
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DER WESTFÄLISCHE TENNISVERBAND SPIELT VOM 8. JUNI AN IN SEINEN LIGEN AUF FREIWILLIGER BASIS EINE ÜBERGANGSSAISON MIT AUFSTIEG, DAFÜR ABER OHNE ABSTIEG. DER TUS SENNELAGER HAT ANGEKÜNDIGT, SEINE ZWEITVERTRETUNG (HIER VLADIMIR IVANOV) IN DER WESTFALENLIGA NICHT ANTRETEN ZU LASSEN. FOTO: AGENTUR KLICK

Paderborn (AK). Am 8. Juni fällt der Startschuss zur Mannschaftswettspielrunde in den Spielklassen des Westfälischen Tennisverbandes (WTV). Die Spielzeit wird jedoch eine „Übergangssaison“ mit Sonderfestlegungen sein. Das hat der Verband am Montag mitgeteilt.

In dieser Übergangssaison wird es laut Verband offizielle Meister und Aufsteiger geben, Absteiger hingegen nicht. Abgemeldete Mannschaften behalten die Ligazugehörigkeit für die Saison 2021. Wertungen für die Leistungsklassen (LK) sowie die DTB-Rangliste kommen uneingeschränkt zum Tragen. Im Zuge der Corona-Krise hatte der WTV den für Anfang Mai vorgesehen Start der Mannschaftswettspielrunde in allen Spielklassen ab Westfalenliga abwärts zunächst ausgesetzt.

Die nun beschlossene Durchführung der Übergangssaison erfolgt auf Basis der bereits eingeteilten Gruppen. Vereine können Mannschaften, die aufgrund der Corona-Problematik nicht am Spielbetrieb teilnehmen wollen, bis zum 20. Mai zurückziehen. Für den Fall müssen 50 Prozent des Nenngeldes bezahlt werden. Hierfür wird „nuLiga“ für die Vereinsadministratoren bis zum 20. Mai nochmals geöffnet.

Jugendteams – Saisonbeginn soll nach den Sommerferien sein – sind bei Bedarf bis zum 12. Juni abzumelden (per E-Mail an „post@wtv.de“). Bei vermehrten Mannschaftsabmeldungen kann der Verband Anpassungen in den Gruppen vornehmen.

„Wir halten wir es in der aktuellen Situation für wichtig, dass Vereine und einzelne Mannschaften je nach ihrer individuellen Situation ohne sportliches Risiko selbst entscheiden können, ob sie am Sommer-Spielbetrieb 2020 teilnehmen wollen oder nicht“, erklärt WTV-Präsident Robert Hampe in der Mitteilung.

Alle neuen Spieltermine gibt der Verband bis Ende Mai auf dem Portal „nuLiga“ (https://wtv.liga.nu) bekannt. Um die Auslastung der Platzanlagen an Spieltagen mit mehreren Mannschaften zu entzerren, können die Vereine vom vorgegebenen Spielplan abweichen und im beiderseitigen Einverständnis Begegnungen flexibel bis zum 27. September verlegen.

Nach Aussagen der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW, Andrea Milz (CDU) gilt (auch) auf den Tennisanlagen die Vorgabe, dass zwischen Personen ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten ist. Der WTV vermeldet auf seiner Homepage, dass jeder Verein entscheiden könne, ob er unter dieser Vorgabe den Mitgliedern das Doppelspiel ermöglichen wolle. Da auch das Training mit mehr als zwei Personen grundsätzlich erlaubt sei, „müssen letztendlich Trainer und Tennisschulen selber entscheiden, unter welchen Umständen und in welcher Form sie den Abstand einhalten können“, heißt es. Fehlverhalten könne die Schließung der Anlage durch das Ordnungs- oder Gesundheitsamt nach sich ziehen.

Laut dem aktuellen Corona-Fahrplan der Landesregierung sind vom 30. Mai an auch sportliche Wettbewerbe und Sportarten mit unvermeidlichem Körperkontakt wieder erlaubt – was den Weg für umkämpfte Doppel während des Mannschaftsspiels ebnet.

In ersten Stellungnahmen kündigte Herren-Bundesligist TuS Sennelager an, seine Zweitvertretung „auf jeden Fall“ von der Teilnahme an der Westfalenliga abzumelden. „Es gibt unverändert internationale Reisebeschränkungen, und außerdem wäre das Risiko, die Ausländer hier trainieren und spielen zu lassen und dann in Paderborn womöglich als Coronavirus-Verbreiter dazustehen, zu groß“, sagte TuS-Sportwart Marc Renner.

Ob die TuS-Damen in der Verbandsliga starten werden, entscheidet sich Mitte der Woche. Offen ist auch das Antreten der Verbandsliga-Damen des TC Rot-Weiß Salzkotten. Falls es dazu kommt, dann nur ohne Ausländerinnen, dafür mit jungen Talenten aus den eigenen Reihen und bei Abmeldung der 2. RW-Damen-Mannschaft, wie Mannschaftsführerin Ellena Volmer auf Anfrage erklärt.

In der OWL-Liga will der TC Grün-Weiß Paderborn seine OWL-Liga-Damen und -Herren laut GW-Sportwart Jens Himmelmann ebenso spielen lassen wie der TuS Sennelager seine Herren 3.

Infos im Netz: www.wtv.de