TuS Sennelager

Bitter, aber nicht unverdient

Abstieg aus der 1. Tennis-Bundesliga mit 3:13 Punkten. Hämmerling bedauert: „Nie unsere Besten auf dem Platz“.

Ralf Hämmerling findet nach dem Abstieg des TuS Sennelager aus der Tennis-Bundesliga kritische Worte.Foto: Oliver Schwabe

RALF HÄMMERLING FINDET NACH DEM ABSTIEG DES TUS SENNELAGER AUS DER TENNIS-BUNDESLIGA KRITISCHE WORTE.FOTO: OLIVER SCHWABE

 

Sennelager. Das Wunder bleibt aus, eine beispiellose Erfolgsgeschichte findet ein Ende: Nach sieben Aufstiegen in Folge plus dem Klassenverbleib im ersten Jahr in der 1. Tennis-Bundesliga muss das Team Hämmerling TuS Sennelager das Oberhaus als Tabellenletzter wieder verlassen. 3:13 Punkte sprechen eine deutliche Sprache.

Das 1:5 gegen Aufsteiger Neuss besiegelt das Schicksal des Klubs, da spielt das finale 0:6 beim Rochusclub Düsseldorf keine Rolle mehr. Der 2. Vorsitzende und Hauptsponsor Ralf Hämmerling ist enttäuscht. „Ich hätte nicht gedacht, das es schon am vorletzten Spieltag passiert. Die anderen Mannschaften im Tabellenkeller haben nicht gerade für uns gespielt.“ Es habe sich fortgesetzt, was zuvor bereits die ganze Saison über der Fall gewesen sei. „Wir konnten nie unsere Besten auf den Platz bringen, immer hat etwas nicht funktioniert“, so Hämmerling. „Wir hatten nie das Team, das uns 2019 ausgezeichnet hat, und konnten keinen Teamgeist leben.“

Immerhin glückt der Umzug auf die Anlage des Hövelhofer TC Blau-Weiss. 2750 Zuschauern bedeuten im Zehnerfeld den vierten Platz in diesem Ranking. „Die Stimmung auf der Platzanlage war hervorragend. Die Zuschauer haben tolle Einzel auf allerhöchstem Niveau gesehen“, sagt Hämmerling rückblickend und freut sich auf das kommende Jahr in der 2. Bundesliga.

Der Abstieg sei „sportlich bitter, aber nicht unverdient“, bekennt Trainer Marius Kur nicht zuletzt mit Blick auf den geringen TuS-Etat. Der Coach zieht sich künftig ebenso aus der ersten Reihe zurück wie der Sportliche Leiter Marc Renner.

Beim Neuanfang in der 2. Bundesliga sollen Tennisbase-Trainerin Carolin Daniels, Ex-Profispielerin, sowie der erfahrene Niederländer Ewald Spaaiy (Teammanager) das Zepter übernehmen.