TuS Sennelager 2020

Marc Renner: „Das ist bitter für uns und für die Spieler“

DTB beschließt Absage der Bundesliga-Saison im Sommer. Es gibt keine Auf- und keine Absteiger. Teammanager des TuS Sennelager spricht von einer richtigen Entscheidung. Trainer Marc Renner befürchtet Rückgang des Etats bei allen Erstligisten

Das sportliche Wiedersehen von Sennelagers Arthur Rinderknech  und  Trainer Marius Kur (links sitzend) mit Maximilian Marterer  vom  Deutschen Mannschaftsmeister TC GW Mannheim (rechts) wird es erst 2021 geben. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat der Deutsche Tennisbund die Spielzeit der 1. Bundesliga abgesagt.
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Nico Kleinegesse hofft auf ein   Ende der Pause.
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Das sportliche Wiedersehen von Sennelagers Arthur Rinderknech und Trainer Marius Kur (links sitzend) mit Maximilian Marterer vom Deutschen Mannschaftsmeister TC GW Mannheim (rechts) wird es erst 2021 geben. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat der Deutsche Tennisbund die Spielzeit der 1. Bundesliga abgesagt.
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Paderborn (AK). Diese Entscheidung ist keine Überraschung: Für das Team Hämmerling TuS Sennelager wird es in diesem Jahr keine weiteren Erstliga-Tennisfeste wie beim sensationellen Nicht-Abstieg im Sommer 2019 geben. Der Deutsche Tennisbund (DTB) hat am Donnerstag die Saison 2020 für die 1. und 2. Bundesliga der Herren sowie der 1. Herren 30-Bundesliga abgesagt. Die Saison der 1. und 2. Damen-Bundesliga hatte der DTB bereits am 23. März gestrichen.

Nach der Mitteilung des DTB gibt es 2020 demnach keine Deutschen Tennis-Mannschaftsmeister der Damen und Herren sowie keine Ab- und Aufsteiger in den bundesweiten Ligen. Stand jetzt wird die Saison komplett um ein Jahr die Zukunft verschoben. Die teilnehmenden Clubs bleiben dieselben, die Anzahl und die Gegner der Heim- und Auswärtsspiele unverändert. Zu den neuen Spielterminen könnte es jedoch Modifikationen in der Zusammensetzung der Spieltage und damit in der Reihenfolge der Begegnungen der Clubs geben.

Im Vorfeld hatte der DTB bei den zehn Herren-Erstligisten mittels schriftlicher Stellungnahmen ein Meinungsbild eingeholt. Für die Absage der Herren-Bundesligen zum jetzigen Zeitpunkt sprachen sich sieben Clubs aus. „Das ist eine vernünftige Entscheidung“, stellt Spielleiter Oliver Weber klar, „Geisterspiele in der Tennis-Bundesliga will keiner haben, und bei den aktuellen Quarantäne-Vorschriften wären die mit vielen Reisen verbundenen Einsätze der ausländischen Spieler nicht zu organisieren gewesen.“ Die Entscheidung, ob auch die Regionalligen ihre Saison ausfallen lassen, wird laut Spielleiter Prof. Dr. Peter Westerheide noch in dieser Woche fallen.

Der Teammanager des TuS Sennelager kommentiert die Absage mit gemischten Gefühlen. „Das ist bitter für uns und für die Spieler“, sagt Marc Renner, „ein halbes Jahr Arbeit für Planung und Vorbereitung ist umsonst gewesen, und für die Spieler brechen ihre Einkünfte weg.“ Dennoch sei die Absage „die richtige Entscheidung“ für alle Beteiligten. „Die Gesundheit geht vor, und wir hätten im Falle der Austragung Probleme bekommen, die Sponsoren zu halten und in jedem Fall ohne Zuschauer spielen müssen“, so Renner weiter.

Er betont die großen Unsicherheiten, die mit der Corona-Krise einhergehen. Man müsse nun abwarten, wie sich das weiter entwickle und danach neue Planungen aufnehmen. Renner befürchtet jedoch einen Rückgang des Etats bei allen Bundesliga-Vereinen aufgrund rückläufiger Sponsoring-Aktivitäten der Unternehmen.

Für Sennelagers Trainer Marius Kur ist die Absage der Saison „die einzige Möglichkeit, es fair zu gestalten. Die meisten unserer Spieler können derzeit glücklicherweise zwar wie gewohnt trainieren, doch das trifft auf zahlreiche der anderen Mannschaften nicht zu. Würde die Bundesliga stattfinden, ergäbe das aufgrund der Trainingsrückstände eine große Wettbewerbsverzerrung. Die Absage ist dennoch für uns ein harter Schlag, da wir eine starke Mannschaft zusammengestellt haben.“

Weitere Infos: www.tennis-bundesliga-paderborn.de