TuS Sennelager

Jetzt warten Kohlschreiber und Co.

Tennis-Bundesliga: Aufsteiger TuS Sennelager ist zweimal im Einsatz. Am heutigen Freitag geht es zum Gladbacher HTC. Am Sonntag steht das zweite Heimspiel gegen Rochusclub Düsseldorfer TC auf dem Spielplan. Bei der Aufstellung gibt es zahlreiche Fragezeichen

Dragos Dima    wird auch am heutigen Freitag im ersten Auswärtsspiel beim Gladbacher HTC für den Tennis-Bundesliga-Neuling  TuS Sennelager auf dem Platz stehen.

Dragos Dima wird auch am heutigen Freitag im ersten Auswärtsspiel beim Gladbacher HTC für den Tennis-Bundesliga-Neuling TuS Sennelager auf dem Platz stehen. Foto Agentur Klick

Paderborn (AK). Nach der 2:4-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den TK BW Mannheim geht Tennisherren-Erstligist Team Hämmerling TuS Sennelager erstmals auf Reisen. Am heutigen Freitag (13 Uhr) tritt der TuS beim Gladbacher HTC an. Am Sonntag (11 Uhr) folgt Teil zwei des Doppelspieltags. Zu Gast auf der Anlage des Paderborner TC Blau-Rot ist der Rochusclub Düsseldorfer TC.

Natürlich ist Sennelager als Neuling auch in Mönchengladbach Außenseiter. Der HTC teilte sich am ersten Spieltag mit Gastgeber Krefeld im Nachbarschaftsderby die Punkte. Die Nummer eins des Teams vom Niederrhein ist der deutsche Daviscup-Spieler Philipp Kohlschreiber (ATP-57).

Das 2:4 gegen den amtierenden Deutschen Meister macht Sennelager für die anstehende Aufgabe aber Mut. »Unser zweiter Matchpunkt gegen Mannheim durch das hervorragend spielende Doppel Arthur Rinderknech und David Pel kann zum Ende hin im Kampf gegen den Abstieg sehr wichtig werden«, sagt Trainer Marius Kur, »wir hatten uns am Sonntag insgeheim eine kleine Chance auf einen Punkt ausgerechnet und waren nah dran. Das knappe Ergebnis hat eine moralische Wirkung«.

Teammanager Marc Renner sieht den nächsten Gegner als eines von sechs Teams an, die in der Liga oben dran sind und mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. »Unser Ziel ist es natürlich, in Gladbach eine Überraschung zu schaffen und einen Punkt mit nach Paderborn zu nehmen«, sagt Renner. Ob das gegen Spieler wie Phillip Kohlschreiber und den Ex-Haller Robin Haase (Niederlande, ATP-76) »utopisch« ist, sei »schwer zu sagen«. Während der HTC auf seiner Internetseite mitteilt, gegen Sennelager mit seinem Spitzenpersonal anzutreten, gibt es laut Renner bei der Aufstellung des TuS noch »viele Fragezeichen«. Wahrscheinlich ist der erneute Einsatz von Dragos Dima und dass Marcin Matkowski (Polen, höchster Weltranglistenplatz ATP-7 im Doppel) seine Premiere im TuS-Trikot feiern wird. Frederico Ferreira Silva dagegen laboriert an einer in der Partie gegen Mannheim erneut aufgebrochenen Verletzung. Neuzugang Jozef Kovalik ist, wie schon am vergangenen Sonntag, beim ATP-Turnier in Braunschweig erfolgreich am Ball. Ihr Mitwirken am zweiten Spieltag der Bundesliga ist unsicher. Alexey Vatutin ist in Braunschweig ausgeschieden, sein Einsatz in Mönchengladbach ist dennoch offen. Der gegen Mannheim mit zwei Matchgewinnen überzeugende Arthur Rinderknech wird aufgrund einer Turnierreise nach Asien nicht zur Verfügung stehen.

Aufstellungsvakanzen sehen sich die Teamverantwortlichen auch im Hinblick auf das Heimspiel gegen Düsseldorf ausgesetzt. Sollte Kovalik gegen die Landeshauptstädter zum Einsatz kommen, wäre das ein reizvolles Wiedersehen mit seinem Ex-Club.

Die Zielsetzung gegen den Rochusclub gleicht derjenigen in Mönchengladbach. »Düsseldorf stapelt immer tief, gehört dennoch von Jahr zu Jahr zu den Spitzenteams in der Bundesliga. Wir sind erneut klarer Außenseiter, aber es ist ein Heimspiel und wir wollen versuchen, wieder positiv zu überraschen«, sagt Renner. Düsseldorf startete mit einem 3:3 gegen Aufsteiger Großhesselohe in die Serie. Spitzenspieler am vergangenen Wochenende war Juan Ignacio Londero (Argentinien, ATP-60).

Alle Begegnungen sind im Netz per Liveticker www.tickaroo.com und Livestream www.tennis-point-bundesliga.de zu verfolgen.