»Werbung für den Tennissport«

TuS Sennelager II verliert das entscheidende Spiel um den Regionalliga-Aufstieg gegen den TSC Hansa Dortmund mit 4:5. Teammanager Marc Renner zeigt sich aber von den Leistungen beider Mannschaften begeistert

Vladimir Ivanov und David Pichler (TuS Sennelager II) sind nach der entscheidenden Doppelniederlage gegen Dortmund tief enttäuscht.

Vladimir Ivanov und David Pichler (TuS Sennelager II) sind nach der entscheidenden Doppelniederlage gegen Dortmund tief enttäuscht. Foto:AK

Paderborn (AK). Mehr als acht Stunden hochklassigen Tennissport und Spannung bis zum letzten Ballwechsel bot die Topbegegnung am vorletzten Spieltag der Herren-Westfalenliga. Durch ein knappes 4:5 (3:3) auf eigener Platzanlage muss der TuS Sennelager II dem Gast TSC Hansa Dortmund den Aufstieg in die Regionalliga überlassen und sich mit der Vizemeisterschaft zufriedengeben. Die Verbandsliga-Damen des TC Rot-Weiß Salzkotten feierten bei ihrem finalen Saisonauftritt indes einen knappen Erfolg.

Am Ende mussten die Zuschauer in Sennelager zwei Plätze gleichzeitig im Blickfeld halten, um die Entscheidung nicht zu verpassen. Im Duell der beiden in diesem Jahr spielstärksten Westfalenliga-Teams – bis dato kamen beide auf 4:0 Punkte – lag die gastgebende Reserve des Erstligaaufsteigers gegen Hansa Dortmund 3:4 im Hintertreffen, als das TuS-Doppel David Pichler/Vladimir Ivanov sich anschickte, nach einem 1:6- und 2:5-Rückstand doch noch den Matchtiebreak zu erreichen und in Satz zwei zum 5:5 ausglich. Zeitgleich ging auf dem Nebenplatz die Kombination Philipp Scholz/Takashi Saito nach einem 7:6 und 2:6 im entscheidenden Matchtiebreak komfortabel in Führung. Wie die Bälle über die Netze flogen, wanderten auch die Augenpaare zwischen den Courts hin und her. Doch dann jubelte Dortmund lautstark, weil Pichler/Ivanov beim Stand von 5:6 ihr Service nicht halten konnten und mit 1:6, 5:7 unterlagen. Die Freude von Scholz/Saito über ihr damit wertloses 7:6, 3:6, 10:8 hielt sich wenige Momente später verständlicherweise in Grenzen. Pichler/Ivanov blieben noch minutenlang auf dem Patz auf ihrer Spielerbank sitzen und versuchten ihre Enttäuschung zu verarbeiten. In den vor­ausgegangenen Einzeln waren Pichler (7:6, 6:2), Ivanov (6:4, 6:4) sowie Julius Hillmann (7:6, 5:7, 6:4) für den TuS erfolgreich.

»Es war ganz eng heute und die glücklichere Mannschaft hat gewonnen«, konstatierte Teammanager Marc Renner nach der Partie. Gemeinsam mit Trainer Marius Kur war sich Renner einig über das sportlich hohe Niveau des Vergleichs: »Das war Werbung für den Tennissport und ein toller letzter Auftritt vor dem Beginn der Erstligaspielzeit Anfang Juli.« Zuvor, beim Westfalenliga-Saisonfinale am 30. Juli, reist der TuS Sennelager II noch zum TC Herford.

Die Verbandsliga-Damen des TC Rot-Weiß Salzkotten sind an jenem 30. Juli spielfrei und können nach ihrem 5:4 (3:3) über den TC Herzebrock (2:3 Punkte) dem Wirken der übrigen Mannschaften gelassen entgegensehen. Mit 4:2 Punkten ist den Sälzerinnen Platz zwei hinter dem TP Versmold II (5:0 Punkte) nicht mehr zu nehmen. »Das war ein ganz guter Abschluss einer durchwachsenen Saison«, bilanzierte Mannschaftsführerin Ellena Volmer, die am Sonntag aufgrund eines Infektes nicht selbst auf dem Platz stehen konnte. Für Salzkotten ist es die zweite Verbandsliga-Vizemeisterschaft in Folge. Den finalen Erfolg gegen Herzebrock sicherten Martyna Kowalak (4:6, 6:4, 7:6), Emma Rehermann (6:2, 6:0), Anna Finke (6:0, 6:2), Kowalak/Rehermann (6:3, 5:7, 10:5) und Jessica Kuni/Finke (6:0, 6:1).

Der TC Grün-Weiß Paderborn gewann bei seinem letzten Auftritt in der Herren-Ostwestfalenliga mit 5:4 gegen den TC Blau-Weiß Halle II. Mit 5:1 Punkten beendet Grün-Weiß die Spielzeit unabhängig der Resultate beim Saisonfinale (30. Juni) auf Tabellenrang zwei und verpasst den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga lediglich aufgrund eines knappen 4:5 bei Meister TC Kaunitz (5:0 Punkte). Die Ostwestfalenliga-Damen des TC Grün-Weiß Paderborn (3:3 Punkte) verloren mit 3:6 beim Gütersloher TC RW (4:2 Punkte) und rutschten so einen Spieltag vor dem Saisonende auf einen Abstiegsplatz.